1.Klausur
Leistungskurs Physik - Sporenberg Marl, 09. November 2010
Arbeit1_jg12_1_2010_11.doc
1.Aufgabe:
a) Leiten Sie
Bahngleichung des waagrechten Wurfes im Plattenkondensator her (übersichtliche
Skizze).
b) Die Braunsche Röhre
wird mit UB = 250 V betrieben. Bei Uy = 45 V beträgt die
Ablenkung y = 1,5 cm.
Wie groß muss Uy
sein für y = 5 cm?
Der Elektronenstrahl
einer Braunschen Röhre, die mit UB = 1000 V betrieben wird,
durchläuft einen Kondensator mit Uy = 100 V. Der Plattenabstand
beträgt 1 cm, die Länge 4 cm.
Berechnen Sie die
Kraft auf ein Elektron und seine Beschleunigung.
Mit welcher
Geschwindigkeit tritt das Elektron in den Kondensator ein?
Wie lange braucht
das Elektron zum Durchlaufen des Kondensators?
Um wieviel cm wird
es im Kondensator abgelenkt?
c) Nehmen
Sie an, in der Braunschen Röhre bewegen sich anstatt der Elektronen Teilchen
mit
I. der
doppelten Masse, II. der doppelten Ladung,
III. der
doppelten Ladung und der doppelten Masse.
Wie
würden sich die Berechnungen für diese Teilchen ändern
1. in Bezug
auf die Bahnkurve und 2. in Bezug auf den zeitlichen Ablauf?
Könnte
man also durch Untersuchungen der Bahnen in der Braunschen Röhre die Masse oder
die Ladung der Teilchen bestimmen?
d)Zwischen
zwei vertikalen Platten von 9 cm Abstand herrscht die Spannung 7200 V. In P1, 1 cm von der positiven Platte
entfernt, wird ein punktförmiger Probekörper (m = 0,1 g; q = + 510-9 C) aus der Ruhe losgelassen.
Gewichtskraft und Luftwiderstand werden vernachlässigt. (Skizze)
Mit
welcher Geschwindigkeit und nach welcher Zeit trifft der Körper in P2 auf die negative Platte?
e) 1.
Welche elektrische Kraft Fel wirkt auf eine geladene
Watteflocke mit der Ladung Q = 310-10 C im Feld eines geladenen
Plattenkondensators mit dem Plattenabstand d = 5 cm, wenn die Platten an eine
Spannungsquelle mit der Spannung U = 6 kV angeschlossen sind?
2.
Wieviel Prozent der Gewichtskraft FG auf die Watteflocke beträgt die elektrische Kraft Fel, wenn die Watteflocke die Masse m
= 0,01 g besitzt?
2.Aufgabe: a) Was ist das physikalisch
bedeutsamste Ergebnis des Millikan-Versuchs?

b) Skizzieren und beschreiben Sie das
Wesentliche des Versuchsaufbaus.
c) Zwischen
2 horizontal liegende Platten eines MILLIKAN-Kondensators mit dem
Plattenabstand 6,4 mm, an dem eine Spannung von 1250 V anliegt, werden
Öltröpfchen mit dem Radius 1,5×10-3 mm gebracht. Die Dichte des verwendeten Öls
beträgt 0,9 g/cm3, der Auftrieb in Luft für die Tröpfchen ist zu
vernachlässigen. Berechnen Sie die Ladung bzw. wie viele Elementarladungen die
Tropfen tragen, wenn sie zwischen den Platten gerade schweben.
d) Die
Platten eines MILLIKAN-Kondensators haben den Abstand 6 mm. Dazwischen schwebt
ein Öltröpfchen mit dem Durchmesser 2,8×10-4 cm, die Dichte des Öls beträgt 0,9
g/cm3. Das Tröpfchen trägt 6 negative Elementarladungen. Geben Sie
an, wie die Platten gepolt sein müssen, welche Spannungen an den Platten
anliegen muss, wie groß die elektrische Feldstärke im Kondensator ist und wie
groß die elektrische Kraft auf das Öltröpfchen ist?
3.Aufgabe: Ein Plattenkondensator besteht aus
zwei kreisförmigen Metallplatten mit dem Radius r=10 cm.
a) Der
Plattenabstand wird auf d = 3 mm eingestellt. Wie groß ist die elektrische
Feldstärke des homogenen Feldes zwischen den beiden Platten und wie groß ist
die Ladung auf den Platten, wenn die Spannung U = 400 V angelegt wird?
b) Wie
verändern sich Feldstärke und Ladung, wenn der Plattenabstand ohne Abschaltung
des Kondensators von der Spannungsquelle verdoppelt wird und das Feld weiterhin
als homogen angesehen wird?
c) Wie
verändern sich Feldstärke und Ladung, wenn der zunächst bei U = 400 V
aufgeladene Kondensator von der Spannungsquelle abgeschaltet und dann der
Plattenabstand auf die Hälfte des ursprünglichen Abstands eingestellt wird? Wie
ändert sich dabei die Spannung zwischen den Kondensatorplatten?
Physikalische
Konstante
g = 9,81
Elementarladung: e = 1,6 × 10-19 C
o = 8,8510-12 Masse des Elektrons: me = 9,1 × 10-31 kg
Bahngleichung des Elektronenstrahls in einer Braunschen Röhre am Ende des Ablenkkondensators


Viel Erfolg!
Lösung:
1.Aufgabe: a)Siehe PowerPoint-Einführung
b)Uy
und y sind proportional, wenn die anderen Größen konstant sind. Also: Uy2=5/1.5*45
= 150 V.
Die
Spannung Uy ist dann 150 V.
Die Kraft
berechnet sich nach: Fel = e * U/d = 1.6*10-19 100/0.01 =
1,6*10-15 N
Die
Beschleunigung berechnet sich mit Hilfe der Gleichung: me*a = e*U/d. Diese
Gleichung wird nach a aufgelöst, eingesetzt ergibt sich: a = 1,758*1015
m/s2
Die
Geschwindigkeit erhält man durch den Energieerhaltungssatz: e*U = ½ m*v2.
v0
= 1,875*107 m/s
Die Zeit
berechnet sich aus v0 = s/t: t = 2,133*10-9 s
Die Ablenkung am Ende des
Kondensators berechnet man mit der angegebenen Formel:
Es ergibt
sich für y(l= 0,04m) = 0,004 m = 4 mm.
c)
Bahnkurve:
doppelte
Masse: keine Veränderung
doppelte
Ladung: keine Veränderung
doppelte
Ladung und doppelte Masse: keine Veränderung
Begründung:
In der Formel für die Bahnkurve tauchen die Größen Ladung und Masse nicht auf.
Zeitlicher
Ablauf
doppelte
Masse: kleinere Anfangsgeschwindigkeit, größere Zeit
doppelte
Ladung: größere Anfangsgeschwindigkeit,
kleinere Zeit
doppelte
Ladung und doppelte Masse: gleiche Anfangsgeschwindigkeit (der Faktor 2 hebt sich auf), damit gleiche
Zeit
Damit ist
klar, dass man dadurch durch den Verlauf der Bahn keine unterschiedlichen
Massen/Ladungen bestimmen kann.
d)Mit
Hilfe des Energieerhaltungssatzes kann v bestimmt werden. Für die Spannung muss
aber 7200 V*8/9 eingesetzt werden. Also: q*U = ½ m v2 Þ v = 0,8 m/s.
Die
erforderliche Zeit lässt sich aus den Gleichungen für die gleichmäßig
beschleunigte Bewegung ermitteln. s(t)= ½ a t2 und v(t) = a * t.
Setzt man die entsprechenden Werte ein, so ergibt sich: a = 4 m/s2
und t = 0,2 s
e) Fel
= q U/d und FG = m * g
Fel
= 0,000036 N und FG = 0,0000981. Das ergibt einen Prozentsatz von:
0,000036
N / 0,0000981 N » 36,7
%
2.Aufgabe: a) und b) Siehe
PowerPoint-Einführung
c) Aus
der Gleichung Fel = FG erhält man:
Löst man diese Gleichung nach q auf und beachtet, dass die
Dichte in kg/m3 angegeben werden muss, so erhält man: q=6,39*10-19
C.
d ) man
benutzt wieder dieselbe Gleichung, löst jetzt aber nach U auf und erhält:
U = 5074
V.
Die
elektrische Feldstärke ergibt sich: E = U/d = 845 673 V/m
3.Aufgabe: a) Mit Hilfe der Formel zur
Berechnung der Kapazität erhält man: C = 9,2677*10-11 F = 92,677 pF.
Die elektrische Feldstärke ist: E = U/d = 133 333 V/m, die Ladung ist Q = C * U
=3,707*10-8 C = 37,07 nC.
b)Die
Spannungsquelle bleibt angeschaltet, d.h. U = const. Q = C * U bedeutet für Q,
dass sich Q mit C (d wird verdoppelt)
halbiert. Das elektr. Feld halbiert sich E = U/d (U bleibt konstant, d verdoppelt sich)
c)Abschaltung
der Spannungsquelle bedeutet, dass Q konstant ist. Da der Plattenabstand halbiert
wird, verdoppelt sich C und damit muss sich U halbieren. Die elektr. Feldstärke
E = U/d bleibt unverändert.