Jahrgst. 13/2 - Leistungskurs Mathematik
Fachlehrer: H.Sporenberg – Datum:
11.03.2010
1.Aufgabe: Für jede Zahl k Î Â (k ¹ 0) ist eine Funktionenschar fk gegeben mit der
Funktionsgleichung fk = k × (2 – ln (k
x)) × ln (k x)
a) Bestimmen Sie den Definitionsbereich von fk in
Abhängigkeit von k!
Zeigen Sie, dass die erste
Ableitung von fk(x) lautet:
fk’(x) =
Untersuchen Sie den Graphen von fk(x) auf Schnittpunkt mit
der x-Achse, Extrem- und Wendepunkte (Auf die
Überprüfung von fk’’’(x) für die Wendepunkte kann verzichtet
werden!)
Wie verhält sich der Graph von fk an den Grenzen seines
Definitionsbereiches?
b) Die lokalen Extrema des Graphen von fk mit k > 0 liegen
auf einer Kurve. Bestimmen Sie diese Ortskurve.
Stellen Sie die Funktion für k = 1 und k = 3 im Intervall 0 < x £ 8 in einem
Koordinatenkreuz dar. Zeichnen Sie auch die Ortskurve der lokalen Extrema in
dasselbe Koordinatensystem ein.
c) Zeigen Sie, das Fk(x) = - k x × (ln (k x) –
2)2 mit k > 0 eine Stammfunktion von fk ist!
Der Graph von fk und die x-Achse begrenzen eine Fläche
vollständig. Zeigen Sie, dass der Inhalt dieser Fläche unabhängig von k ist!
d) Zeigen Sie, dass es für jede reelle Zahl k (k ¹ 0) genau zwei
Punkte des Graphen der Funktion fk gibt, in denen die Tangente durch
den Koordinatenursprung O verläuft.
e) Bestimmen Sie die Gleichung der Tangente tk an den Graphen
von fk im Punkt
!
2. Aufgabe: Der Turm einer Burg hat die Form eines Würfels, dem eine gerade
Pyramide aufgesetzt ist (siehe Zeichnung). Die Kantenlänge des Würfels beträgt
8,00 m, die Höhe der Pyramide 7,00 m.
a) Die Ebene E1 bzw. E2 enthalten die Punkte E, F
und K bzw. F, G und K. Stellen Sie jeweils eine Gleichung der Ebene in der
Hesse-Form auf.
b) Unter welchem Winkel schneiden sich die beiden Ebenen E1
und E2 aus Teilaufgabe a)?
c) Wie lang ist die Turmkante FK, und welchen Neigungswinkel hat sie
gegenüber der xy-Ebene?
d) Auf der Spitze K des Turmes befindet sich ein 3,00 m langer
Antennenmast, der auch als Fahnenmast dient. Ein Handybenutzer steht im Punkt
T(0 / y / 0) und hält sein Handy in 1,60 m Höhe an sein Ohr. (Annahme: Die
Ausbreitung der Wellen für den Handyempfang verlaufe geradlinig!). Wie weit
entlang der y-Achse muss er sich mit dem Handy vom Turm mindestens entfernen, damit ein
störungsfreier Empfang über den Antennenmast möglich ist? Die Aus-breitung der
elektromagnetischen Wellen wird als geradlinig angesehen.
e) Aus Gründen der Stabilität wird in das Turmdach ein Balken eingezogen,
von dessen Dicke abgesehen werden soll. Der Balken geht vom Mittelpunkt der
Kante EH aus und stützt die Dachfläche FGK so ab, dass er senkrecht zu dieser
Fläche steht. Berechnen Sie die Länge dieses Balkens.
3.Aufgabe:
Gegeben ist die Funktion f durch
, mit x Î Df.
a) Bestimmen Sie den größtmöglichen
Definitionsbereich der Funktion f, geben Sie deren Nullstellen an und
untersuchen Sie das Verhalten der Funktion f im Unendlichen.
Geben Sie für die Funktion f die
Koordinaten des lokalen Extrempunktes an.
b) Es existieren genau zwei Tangenten an
den Graphen der Funktion f, die durch den Koordinatenursprung O(0/0) verlaufen.
Ermitteln Sie rechnerisch für jede dieser Tangenten je eine Gleichung.
c) Für jedes u (u Î Â,
< u < 10) sind
die Punkte Q(10/0) und Pu(u/f(u)) Eckpunkte eines achsenparalleles
Rechteck (d.h. die Strecke QPu ist die Diagonale des Rechtecks).
Unter diesen Rechtecken gibt es genau eines mit maximalem Flächeninhalt.
Ermitteln Sie für diesen Fall die Koordinaten des Punktes und den Flächeninhalt
des Rechtecks.
d) Die Funktion F mit
(x Î Â, x > 2) ist
eine Stammfunktion der Funktion f für x > 2.
Durch den Graphen der Funktion f sowie
der Geraden mit den Gleichungen y = 3 und x = 10 wird eine Fläche vollständig
begrenzt. Diese Fläche wird durch die Gerade mit der Gleichung y =
in zwei Teilflächen
zerlegt. Ermitteln Sie das Verhältnis der Flächeninhalte dieser Teilflächen.
e) Für jedes a (a Î Â, a > 0) ist
eine Funktion fa mit
mit x Î Dfa gegeben.
Zeigen Sie, dass der Graph der Funktion f6
keine lokalen Extrempunkte besitzt. Untersuchen Sie, ob es weitere Werte a
gibt, für die die Funktion fa keine lokalen Extremstellen besitzt.
Zeigen Sie:
. Ermitteln Sie den
Wert a, für den die Funktion fa die Wendestelle xw = 0
besitzt.
Hilfsmittel
Nicht
graphikfähiger Taschenrechner Formelsammlung
![]()

Lösung – 1. Aufgabe
1.Aufgabe: a) Für das
Argument des Logarithmus muss gelten k x > 0.
Daraus ergibt
sich: 1. k > 0 Þ D(fk) = {x Î Â | x > 0} und 2. k < 0 Þ D(fk) = {x Î Â | x < 0}
Für die
Berechnung der Ableitung muss man die Produktregel anwenden und erhält:
![]()
Schnittpunkte mit der x-Achse:
Bedingung: fk(x) = 0 Û I) ln (k x)
= 0 oder II) 2 – ln (k x ) = 0
I) ln (k x ) = 0 Þ x01 =
1/k Þ N1 ( 1/k ; 0)
II) 2 – ln (k x ) = 0 Þ ln (k x) = 2 Þ x02 = e2 / k Þ N2 ( e2/k ; 0)
Berechnung der
Extrempunkte
Bedingung: fk’(x)
= 0 Û 1 – ln (k x ) = 0 (2 k/x ¹ 0, da k ¹ 0)
1 – ln (k x) =
0 Þ ln (k x) = 1 Þ xE = e/k
Die zweite Ableitung lautet:
![]()
Damit ergibt
die Überprüfung der Extremstelle:
![]()
fk(e/k)
= k
Damit ergibt
sich für E(e/k ; k)
1.fk’’(xE)
< 0 für k > 0, damit ist E ein Hochpunkt
2.fk’’(xE)
> 0 für k < 0, damit ist E ein Tiefpunkt
Berechnung der
Wendepunkte
fk’’(x)
= 0 Û ln(k x) – 2 = 0; (2 k/x2 ¹ 0, da k ¹ 0)
Man erhält: ln
( k x) = 2 Þ x = e2/k Þ W(e2 / k; 0)
Verhalten an den Grenzen des
Definitionsbereiches:
k > 0,
damit ist D(fk) = {x Î Â | x > 0}
![]()
![]()
b) k > 0; HP(e/k ; k)
Damit ergibt sich x = e/k Þ k = e/x. Da y =
k ist, ergibt sich für die Ortskurve:
y = e/x mit x> 0.
c) Der Nachweis besteht in der Ableitung
der Funktion Fk(x). Dieses geschieht wieder mit Hilfe der
Produktregel.
Fk(x)
= - k x × (ln (k x) – 2)2 mit k > 0
Fk’(x) = - k (ln (k x )2 – k x × 2(ln (k x) – 2 ) × 1/x = (ln(k
x) – 2 )[ - k(ln(k x) – 2) – 2 k] =
(ln (k x –
2)(- k ln (k x) + 2 k – 2k) = k (2 – ln(k x))ln(k x) = fk(x)

(ln (k x –
2)(- k ln (k x) + 2 k – 2k) = k (2 – ln(k x))ln(k x) = fk(x)

Die Fläche hat
einen konstanten Wert, ist also unabhängig von k.
d) Die
allgemeine Form der Tangentengleichung lautet: y = m x.
mit
; außerdem gilt fk’(xo) = m. Damit
erhält man:
![]()
Þ 2 k – ln xo – k ln2 (k xo) = 2 k – 2 k
ln(k xo), also ln2 (k xo) – 4 ln (k xo)
+ 2 = 0
Substitution:
ln (k xo) = z ergibt: z2 – 4 z + 2 = 0, also z 1,2
= 2 ±
Þ ![]()
Für beliebiges
k ¹ 0 gibt es jeweils zwei verschiedene x-Werte, also 2 Punkte, in denen
die Tangente durch den Ursprung verläuft.
e)![]()
Damit ergibt
sich für die Tangentengleichung: ![]()
Lösung - 2. Aufgabe
2. Aufgabe: Turm besteht
aus Würfel mit aufgesetzter Pyramide.
Kantenlänge
des Würfels 8,00 m, Pyramidenhöhe 7,00 m
a)E1
geht durch die Punkte E(4/-4/8), F(4/4/8) und K(0/0/15)

Daraus ergibt
sich für E1: 7 x + 4 z = 60
Die Hesse-Form
ergibt sich dann zu:
![]()
E2
geht durch die Punkte F(4/4/8), G(-4/4/8) und K(0/0/15)

Daraus ergibt
sich für E2: 7 y + 4 z = 60
und für die Hesse-Form:
![]()
b) Der
Schnittwinkel zwischen E1 und E2 beträgt:
cos Winkel(E1;E2) = cos
Winkel(n1;n2) = ![]()
a = 75,75o
c)
, damit ergibt sich für ![]()
g durch
FK: 

Der
Neigungswinkel beträgt: ![]()
b = 51,06o
d) S(0 / 0 / 18)
T(0 / yt
/ 1,6)
L:
Mittelpunkt von
: L(0 / 4 / 8)
Gerade h
durch S und L: 
T Î h :
Daraus ergibt sich
folgendes Gleichungssystem:
{yt
= 4 t ; 1,6 = 18 -10 t } Þ t =
1,64 und damit yt = 6,56
yt
muss also mindestens 6,56 m betragen. Wenn man den Abstand vom Gebäude des
Turmes annimmt, so sind es 6,56 m – 4 m = 2,56 m von der Mauer des Turmes.
e) Der Mittelpunkt M von EH ist M(0 / -4
/ 8)
Die Balkenlänge entspricht dem Abstand
des Punktes M von der Ebene FGK (E1 aus Teilaufgabe a))
E2: 7y + 4z = 60
![]()
Die Balkenlänge beträgt somit 6,95 m.
Lösung - 3. Aufgabe

a) D(f) = { x
| xÎÂ x ¹ 2}
Nullstellen: 3 x2 – 8 x = 0 Þ x = 0 Ú x =
8/3
N1(0/0) und N2(8/3 / 0)
![]()
Die 1. Ableitung lautet: ![]()
Die
2. Ableitung lautet: ![]()
Setzt man die 1. Ableitung gleich Null, so ergibt
sich. 16 – 4 x = 0 Þ x = 4,
die Überprüfung der 2. Ableitung ergibt f’’(4) = -1/2 <0, daher HP(4 / 4).
b)Die Gleichung der Tangente t im Punkt O(0/0) hat die Form y = m x, da
sie durch den Koordinatenursprung geht: f’(0) = -2. Damit lautet die
1.Tangentengleichung y = -2 x.
Auch
die 2. Tangente geht durch den Ursprung. Die 1. Ableitung gibt die Steigung der
Tangente an (die Tangente hat natürlich wie oben auch die Form y = m x).
Es
ergibt sich somit: ![]()
Formt
man diese Gleichung um, so erhält man: 0 = 3 x3 – 10 x Þ x = 0 (entfällt) Ú x = 10/3
Die
Tangente berührt den Graph der Funktion f an der Stelle x = 10/3. Die Steigung
der
Tangente
wird mit der 1. Ableitung berechnet. f’(10/3) = 9/8

Die
Gleichung der 2. Tangente lautet somit: y = 9/8 x.
c)
Die
Zielfunktion lautet: A(u) = f(u) × (10 – u)
![]()
Bildet
man jetzt die 1. Ableitung, so erhält man:
![]()
![]()
![]()
Um
ein Extrema zu bestimmen, muss die 1 .Ableitung gleich Null gesetzt werden. In
diesem Fall muss der Zähler gleich Null gesetzt werden. Da es sich um eine
Funktion 3. Grades handelt, sollte diese Funktion gezeichnet werden. Die
Nullstelle liest man dann aus der Zeichnung ab. Eine andere Möglichkeit besteht
im gezielten Probieren (Wertetabelle)

Aus
dieser Wertetabelle ersieht man, dass x>3.45 und x<3.5 sein muss. Das
deckt sich auch mit der Zeichnung.

Es
ist also u » 3,49, setzt man in die
Funktionsgleichung A(u) ein so erhält man:
A(3,49)
» 25,2773 F.E.
d)
Dargestellt ist die Fläche (rot) zwischen x=3 und x=10, dem Graphen von f(x)
und der x-Achse. Die Gerade y=3 schneidet den Funktionsgraphen bei x=3.
Die
Rechnung dazu lautet:
. Um die rote Fläche zu bestimmen, muss folgendes Integral
gelöst werden:


Um
die Fläche (gelb) zwischen x=3, x=10, dem Funktionsgraphen und der Geraden y=3
zu erhalten, muss man von der oben berechneten Fläche (rot), die Fläche des
Rechtecks (grün) abziehen (diese Fläche ist: A Rechteck = 7×3
= 21 F.E. )

Damit
ergibt sich für die gelbe Fläche: Agelb = 25.82 F.E. – 21 F.E. = 4.82
F.E.
Jetzt
muss noch die weiße Fläche berechnet werden. Dies ist die Fläche zwischen der
Geraden y=3,5 und dem Funktionsgraphen. Dazu müssen die Grenzen (=
Schnittpunkte der Geraden y=3,5 mit dem Funktionsgraphen) berechnet werden.
Dies führt auf folgende Gleichung:
![]()

Das
bedeutet, um die weiße Fläche zu berechnen, muss folgendes Integral gelöst werden:

Damit
ist. A1 = 1,38
F.E. und A2 = 4,82 – 1,38 = 3,44 F.E.
Das
Verhältnis ist somit: ![]()
e)Nachweis,
dass
kein Extrema besitzt.
Die
1.Ableitung lautet: ![]()
Setzt
man die erste Ableitung = 0, so erhält man. 12 – 6x = 0 und daraus. x=2, dieser
Wert liegt aber nicht im Definitionsbereich der Funktion.
Setzt
man jetzt allgemein fa’(x) = 0, so erhält man die Bedingung:
a x
-12 x + 2 a = 0 Þ
also: für a=12 gibt
es ebenfalls keine Extrema.
Die zweite Ableitung ist angegeben. Damit fa’’(x)
= 0 wird, muss der Zähler Null werden. Es gilt:
Þ
- 2 a x + 24 x + 24 – 8 a = 0 Es
war z u berechnen, für welche a bei x=0 eine Wendestelle vorliegt. Setzt man in
der obigen Gleichung x=0 so kommt man auf die Gleichung: 24 – 8 a = 0, dies
ergibt a=3.